Der Akten-Dulli (auch Heftstreifen genannt) wurde 1939 von dem Chemnitzer
Carl Kohl entwickelt. Er meldete einen "Aufreiher für Blattsammlung mit federndem Mittelteil"
als Gebrauchsmuster an. Heute ist der Akten-Dulli aus Büros und Verwaltungen nicht mehr
wegzudenken, auch wenn er nicht mehr aus Pappe, sondern Kunststoff hergestellt wird.
Die Herrenarmbanduhr mit Selbstaufzug entstand 1959 in Glashütte als weltweit erstes Modell in flachem Design, mit Stosssicherung und doppelseitigem Aufzug. Dieser Novität folgte eine ganze Reihe von Modellvarianten in der traditionell hohen Qualität Glashütter Uhren.
Die Auto-Union entstand 1931 durch die
Vereinigung der vier bedeutenden deutschen Automobilmarken AUDI,
DKW, HORCH und WANDERER. Die
Auto-Union wurde so zum zweitgrößten Automobilkonzern
Deutschlands und hatte ihren Sitz in Chemnitz.
Der BH wurde von
Christine Hardt aus Dresden erfunden.
Am 5. September 1899 meldete sie beim Kaiserlichen Patentamt ein
"Frauenleibchen als Brustträger" an. In der Patentschrift
Nr. 110888 steht geschrieben, dass "dasselbe von seinem
verstellbaren Träger behufs Waschens getrennt werden kann."
Die verstellbare Träger, von denen das Leibchen
abgenöpft werden konnte, waren allerdings noch ganz normale
Männerhosenträger. Wenn das gute Stück auch noch
nicht als Bikini-Oberteil einsetzbar war -immerhin- der Anfang
war gemacht.
Der Bierdeckel in seiner heutigen Form kommt
auch aus Sachsen.
Der Dresdner Robert Sputh erhielt 1892 das Patent 68499 für
sein Verfahren zur Herstellung von sog.
Faserguß-Untersetzern. Er goß einen Papierbrei in
Formen und ließ diese über Nacht trocknen. Die
Untersetzer hatten einen Durchmesser von 107 mm und waren 5 mm
dick. Schnell setzten sich die in der Sputh-Mühle bei
Sebnitz hergestellten, saugfähigen und hygienischen
Pappscheiben gegenüber den früher üblichen
Filz-Untersetzern durch.
Der Bildtelegraph entstand entscheidend durch August Karolus, Professor für angewandte Physik an der Universität in Leipzig. In Zusammenarbeit mit den Unternehmen Siemens und Telefunken wurde 1927 der erste Bildübertragungsdienst Berlin-Wien möglich.
Die wegen der einmaligen Konstruktion und
des blauen Anstrichs Blaues Wunder genannte Eisenbrücke
ohne Strompfeiler ist als erste dieser Art die 1893
fertiggestellte Elbbrücke zwischen den Dresdner Vororten
Blasewitz und Loschwitz. Die 3.500 t schwere Konstruktion hat
eine Spannweite von 141,5 m und eine Gesamtlänge von 270,3
m.
Entworfen hat das Bauwerk Claus Köpcke (1831-1911).
Das erste vollsynthetische Feinwaschmittel erfand 1932 Heinrich Gottlob Bertsch (1897 - 1981) in Chemnitz. Unter dem Namen Fewa ist es vielen ehemaligen DDR-Bürgern noch in Erinnerung.
Die Melitta-Filtertüte
ließ die Dresdener Hausfrau Melitta Bentz 1908 patentieren. Sie
störte sich daran, daß der letzte Schluck aus der
Tasse stets mehr Kaffesatz als Kaffee enthielt. Aber Not macht
bekanntlich erfinderisch.
Sie durchlöcherte den Boden eines Messingtopfes und legte
darauf ein Löschblatt aus dem Schulheft ihres ältesten
Sohnes. Der Kaffeefilter war erfunden. Gemeinsam mit ihrem
Ehemann Hugo gründete sie die Firma
Bentz zur Produktion der Neuheit.
Die ersten Gaslaternen in Europa erhellten 1811 die Fischergasse von Freiberg. Wilhelm August Lampadius (1772-1842), der an der Bergakademie lehrte, beschäftigte sich mit der Brennstoffveredlung . Die erste Gasanstalt auf dem europäischen Festland gewährleistete 1815 die Beleuchtung im Amalgierwerk Halsbrücke bei Freiberg.
Die Göltzschtalbrücke ist die
größte Ziegelsteinbrücke der Welt.
Sie ist 78 m hoch, ihre Länge beträgt 574 m. Zu ihrem Bau wurden ca.
26 Millionen Ziegel verwendet.
Die Brücke wurde 1846 bis 1851 durch das Sächsisch - Bayrische
Eisenbahnunternehmen im Zuge der Bahnstrecke Leipzig -
Nürnberg errichtet. Konstruiert wurde sie von Johann Andreas Schubert.
Die Homöopathie wurde 1796 von Hahnemann entwickelt. In seiner Arbeit: "Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen nebst einigen Blicken auf die bisherigen" beschrieb er die neue Idee.
Das Holzschliffpapier ist das Ergebnis des 1843 von dem sächsischen Weber Friedrich Gottlieb Keller entwickelten Verfahrens, mit dem das Holz als weltweit neue, bis heute gültige Rohstoffbasis der Papierherstellung erschlossen wurde.
Die Kleinbildkamera "Contax" war die
erste Kleinbildkamera 24mm x 36mm für perforierten Film, die
von der Dresdner Zeiss-Ikon 1932 auf den Markt gebracht wurde.
1949 folgte beim VEB Zeiss-Ikon in Dresden die "Contax S" mit
eingebautem Umkehrprisma und seitenrichtigem Sucherbild. Die
"Kine Exakta" aus dem Ihagee-Kamerawerk in Dresden war 1936 die
erste einäugige Kleinbild- Spiegelreflexkamera der Welt. Mit
dieser Kamera waren Belichtungszeiten zwischen 0,001 s und 12 s
möglich.
Im Jahre 1993
wurde der weltweit erste FCKW- und FKW-freie Kühlschrank
Foron KT 1370 RZ hergestellt. Er ist eine Entwicklung der Foron
Hausgeräte GmbH in Scharfenstein, einem kleinen Industrieort
des sächsischen Erzgebirges. Idee und Vorarbeiten stammen
von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt,
die als Klimakiller berüchtigten Stoffe Fluorchlorkohlenwasserstoff und
Fluorkohlenwasserstoff aus der Produktion von Kühlgeräten zu verbannen.
Für diesen Kühlschrank erhielt FORON den Deutschen Umweltpreis 1993.
Der Lodenmantel ist aus der bayerischen Nationaltracht nicht mehr wegzudenken. Das Allwetter-Bekleidungsstück entstand im Geschäft von August Loden in Dresden, Kesselsdorfer- Ecke Kronprinzenstraße.
Die
1. deutsche Lokomotive "Saxonia" wurde von Johann Andreas Schubert
konstruiert und in der Schiffswerft Dresden-Uebigau gebaut. Auf dem Führerstand der "Saxonia"
nahm er am 8. April 1839 an der Eröffnungsfahrt der
Leipzig-Dresdner Eisenbahn, der ersten Fernbahn Deutschlands,
teil.
Der mechanische Webstuhl wurde von Louis Ferdinand Schönherr erfunden. Die Schönherrsche Maschinenfabrik in Chemnitz hatte 1887 schon 30.000 Webstühle produziert, einen bedeutenden Teil davon für den Export.
Das künstliche Mineralwasser ist die wissenschaftlich exakte Nachbildung des natürlichen Mineralwassers durch den Doktor der Medizin, Friedrich Adolph Struve. 1821 entstand in Dresden die erste einer Reihe von Struveschen Trinkkuranstalten des In- und Auslandes.
Das ODOL-Mundwasser ging 1892 im Dresdner Chemischen
Laboratorium Lingner, der späteren Lingner-Werke AG, in
Produktion. Karl August
Lingner war ein Förderer der Volkshygiene; er initiierte
die Große Internationale Hygieneausstellung 1911 sowie das
Deutsche Hygienemuseum in
Dresden.
Die Nähwirktechnik wurde von Heinrich Mauersberger 1949 in Limbach-Oberfrohna erfunden. Er entwickelte zusammen mit Textilmaschineningenieuren den Prototyp einer Nähwirkmaschine vom Typ Malimo. Die Serienproduktion der entsprechenden, sehr produktiven Maschine begann 1957.
Der Nullenzirkel mit feststehender Achse (1874) sowie die Punktierfeder wurden von dem gelernten Uhrmacher Emil Oskar Richter aus Chemnitz erfunden. Die hohe Präzision der Erzeugnisse der Firma "Reißzeugrichter" setzten Standards in der Rei�eug-Herstellung auf der ganzen Welt.
Plauener Spitze machte den Namen der
vogtländischen Stadt im In- und Ausland schnell bekannt und
zu einem Qualitätsbegriff. Die maschinengestickte
Tüllspitze wurde um 1880 unter anderem vom Plauener Kaufmann
Bickel entwickelt. 60000
Vogtländer stickten zu Beginn des 20. Jahrhunderts Produkte
im Gesamtwert von 137,9 Millionen Goldmark. Auf der
Weltausstellung 1900 in Paris erhielten elf Stickereifirmen aus
dem Vogtland den Grand Prix für das unter dem Namen
"Plauen Lace" oder "Dentelles de Plauen" bekannte
Erzeugnis.
Das Porzellan
wurde von Ehrenfried Walther
von Tschirnhaus (1651-1708) und Johann Friedrich Böttger
(1682 bis 1719) im Jahre 1708 erfunden.
1710 ließ der sächsische Kurfürst und polnische
König "August der Starke"
(1670 bis 1733) auf der Albrechtsburg in Meißen die erste
europäische Porzellanmanufaktur errichten.
Die sächsischen Postmeilensäulen wurden von Adam Friedrich Zürner auf
Anweisung des sächsische Kurfürsten "August der Starke" errichtet. Als
Viertel-, Halb- und Ganzmeilensäulen an den
Poststraßen und als Distanzsäulen an Marktplätzen
und Stadttoren errichtet, zeichnete sich dieses sächsische
System gegenüber anderen durch die landesweite Durchsetzung,
die hohe Genauigkeit der Messungen und die reiche
Säulengestaltung aus.
Eine sächsische Postmeile beträgt 9,062 km, das
entspricht einer Entfernung von zwei Stunden. Alle
Entfernungsangaben an den Säulen erfolgten in Stunden, man
findet also keine Längenangaben. Noch mal zur Erinnerung:
Einer Stunde entspricht eine Länge von 4,531 km.
Das an der Postmeilensäule angebrachte Doppelwappen
dokumentiert August's Würde als sächsischer
Kurfürst und polnischer König in Personalunion. Die
Initialien "AR" stehen für Augustus Rex und das Posthorn
zeigt die staatliche Posthoheit an.
Heute findet man in Sachsen noch rund 60 Distanzsäulen und
etwa 200 Meilensäulen.
Die Silbermannorgel ist das Werk der Orgel- und Klavierbauerfamilie Silbermann im erzgebirgischen Frauenstein. Die bedeutensten waren Andreas Silbermann als Erbauer vieler Orgelwerke im alemannischen Bereich und Gottfried Silbermann, der berühmte Orgeln in Sachsen baute.
Die erste Tageszeitung der Welt erschien am 1.
Juli 1650 in Leipzig.
Zwei Jahre nach Ende des 30-jährigen Krieges, wandelte der
Leipziger Drucker und Buchhändler Timotheus Ritzsch seine
bereits seit 1643 vier Mal in der Woche erscheinende
»Wöchentliche Zeitung«, in eine Tageszeitung
um.
Die »Einkommende Zeitungen« erschien ab 1650 sechs
Mal in der Woche. Jede Ausgabe bestand aus vier Seiten im Format
von etwa 13,5 mal 17 Zentimetern.
Die Auflage betrug etwa 200 Exemplare. Gesetzt waren die
»Einkommenden Zeitungen« in Metall-Lettern, gedruckt
wurden sie auf einer hölzernen Druckerpresse von Hand.
Der Teebeutel kam 1929 erstmals auf den
Markt und zwar durch das Teekanne-Stammhaus R. Seelig & Hille
in Dresden, das auch die für die Produktion der Teebeutel
erforderlichen- von Adolf Rambold entwickelten - Packmaschinen
herstellte.
Die älteste technische Hochschule der Welt ist die 1765 vom sächsischen Generalbergkommissar von Heynitz gegründete Bergakademie in Freiberg.
Die Grundlage fr die Thermoskanne schuf der Chemnitzer Lehrer Adolf Ferdinand Weinhold. Er entwickelte 1881 fr physikalische Laborversuche ein Thermosgefäß. In seinem Lehrbuch "Physikalische Demonstrationen" beschrieb er eine Vakuum-Mantelflasche zu Laborzwecken. Reinhold Burger aus Pankow griff diese Idee auf und lie�am 1. Oktober 1903 die Thermoskanne patentieren.
Als erstes deutsches Tonband gilt das "singende Papier" des Dresdner Ingenieurs Fritz Pfleumer. Es erhielt das Reichspatent 500 900. Das mit Metallpulver beschichtete Papierband wurde später vom strapazierfähigeren Celluloid-Band abgelöst.
Die erste Trommelwaschmaschine der Welt entstand 1902 im Unternehmen von Louis Krauss im sächsischen Schwarzenberg. Die Firma setzte sich in den Folgejahrzehnten an die Spitze der deutschen Waschgeräteproduzenten.
Der Deutsche Weinbrand wurde in der 1842 von
Brennmeister Christian Traugott Hünlich gegründeten
ersten deutschen Cognac-Brennerei im sächsischen Wilthen
gebrannt. Zur Weltausstellung 1900 in Paris gab es dafür
eine Goldmedaille. Das Erzeugnis mußte später zur
Unterscheidung vom französischen Original als "Deutscher
Weinbrand" gekennzeichnet werden.
Die Zahncreme, wie wir sie
heute kennen, wurde 1907 vom Dresdner Apotheker Ottomar Heinsius von Mayenburg
erfunden. Unter dem Namen Chlorodont
erlangte die Zahncreme Weltruhm. Vorher verwendeten die Menschen Zahnpulver auf
Kreidebasis oder spülten mit Mundwasser.
Einen Vorläufer der Zahncreme, die Zahnseife, entwickelte der Apotheker Adolf
Heinrich August Bergmann aus dem sächsischen Waldheim bereits im Jahre 1852.