sächsische Gerichte
Das Getränk Nr. 1 der Sachsen ist "een Schälchen
Heeßer". Daher kommt wohl auch der Name "Kaffeesachse". Nun
ja, wie man Kaffee kocht, muß ich wohl nicht
erläutern.
Gut zum Kaffe paßt der Dresdner Christstollen.
Für alle,
die nicht mehr bis Weihnachten warten wollen, gibt's hier die Zutaten:
- 500 g Rosinen, Schale von 2 unbehandelten Zitronen, 150 g
Mandeln (gerieben), 50 g bittere Mandeln (gerieben), 100 g
Orangeat und 100 g Zitronat
- 70 ml Rum
- 1 kg Mehl
- 200 g Zucker
- 2 Würfel (80 g) Hefe
- 1/4 l Milch
- 1 TL Salz
- 2 Eigelb
- 200 g Marzipanmasse
- 1 Stück (250 g) Butter
- 150 g Puderzucker
Zubereitung:
Rosinen, Zitronat, Orangeat, Mandeln, geriebene Zitronenschale
und Rum mit etwas Wasser verrühren, und zugedeckt bei
Zimmertemperatur eine Nacht lang durchziehen lassen.
Am nächsten Tag für den Hefevorteig ein Drittel des
Mehls in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde
drücken. Die Hefe mit 150 ml kalter Milch und dem Zucker
verrühren, dann in die Mehlmulde geben und zu einem festen
Vorteig kneten. Zugedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis
sich das Volumen verdoppelt hat.
Den Vorteig mit dem restlichem Mehl, dem Rest Milch, Eigelb und
Salz verkneten. Das Marzipan nach und nach dazugeben. 200 g
weiche Butter in kleinen Stückchen dazugeben und
unterarbeiten. (Die Butter darf nicht zu heiß sein, das
schadet dem Teig!)
Den Teig noch einmal zugedeckt 15 bis 20 Minuten gehen
lassen.
Die Gewürzmischung vom Vorabend unter den Hefeteig kneten,
den Teig halbieren und zwei Stollen formen. Jetzt den Herd
vorheizen. Die Stollen 15 Minuten ruhen lassen, dann auf
Backpapier geben und im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad etwa
75 Minuten backen. Noch heiß mit dem Rest Butter (jetzt
muß sie flüssig sein) bestreichen und mit Puderzucker
bestäuben.
Ein Stollen braucht Ruhe! Nach dem Backen in Pergamentpapier
einschlagen und 1 bis 2 Wochen ruhen lassen. Erst dann entwickelt
sich der volle Geschmack.
Na dann: Guten Appetit!