Johann Sebastian
Bach (* 21.03.1685 in Eisenach,
† 28.07.1750 in Leipzig)
1707 Blasiuskirche zu Mülhausen
1708-1717 Hofmusiker in Weimar,
1717-1721 Köthen, komponierte u.a. die
Brandenburgischen Konzerte, die Solosuiten für
Violine und Cello und das wohltemperierte Klavier
1721 Thomaskantor in Leipzig, "Matthäuspassion"
und "Johannespassion", "Kaffeekantate", "Kunst der
Fuge"
Arndt Bause (* 30.11.1936 in Leipzig,
† 11.02.2003 in Berlin)
Komponist
Der gelernte Glasinstrumentenbläser, der
später in Leipzig Klavier und Komposition
studierte, war der berühmteste Schlagerkomponist
der DDR. Er komponierte für Helga Hahnemann "Da
kommt die Süsse", Frank Schöbel "Da war Gold
in Deinen Augen", "Ich geh vom Nordpol zum Südpol
zu Fuß" für Chris Doerk "Es kam alles ganz
anders", für Andreas Holm "Morgenrot", Thomas
Lück, Aurora Lacasa, für Monika Herz,
Hans-Jürgen Beyer, Jürgen Walter "Schallala
schallali", Wolfgang Lippert "Erna kommt", Nina Lizell,
Hauff/Henkler "Bumsfallara", Jürgen Hart "Sing mei Sachse sing",
für seine Tochter Inka und noch viele andere
Schlagerstars.
Lucas Cranach d.Ä.
(* 1472 in Kronach, † 16.10.1553 in
Weimar)
Als Sohn eines Malers kam Cranach schon früh mit
der Malerei in Berührung. Nach einem Aufenthalt in
Wien (1501-1504) wurde er im Jahre 1505 in Wittenberg
Hofmaler des Kurfürsten Friedrichs des
Weisen von Sachsen.
Als Zeichen der Anerkennung verlieh ihm der
Kurfürst am 06.01.1508 das Wappen mit der
geflügelten Schlange als Familienwappen. 1519
wurde Cranach Stadtkämmerer von Wittenberg, ein
Jahr später erhielt er ein kurfürstliches
Apothekenprivileg.
Mit Martin Luther verband ihn
eine tiefe Freundschaft. Wo immer er konnte, half der
wohlhabende Cranach dem Begründer der Reformation.
Bei Luthers Eheschließung mit Katharina von Bora
am 13.06.1525 waren Cranach und seine Frau Barbara als
Trauzeugen geladen. Mit seinen Illustrationen zur Bibel
und zu Reformationsschriften trug auch er zur
Verbreitung des neuen Religionsverständnisses
bei.
1537 wurde Cranach Bürgermeister von Wittenberg.
Als sein Kurfürst Johann Friedrich der
Großmütige im Schmalkaldenschen Krieg
gefangen genommen wurde, folgte Cranach ihm 1550
freiwillig in die Gefangenschaft.
... mehr über Cranach ...
Johann Gottlieb Fichte (*
19. 05. 1762 in Rammenau, † 19. 01. 1814),
Philosoph.
Studium in Jena und Leipzig. Lernte durch Zufall das
Werk Kants kennen. Um Kant auf sich aufmerksam zu
machen, schrieb er in wenigen Tagen seinen "Versuch
einer Kritik aller Offenbarung". Er wurde schlagartig
berühmt und erhielt einen Ruf an die
Universität Jena. Seine Schrift "Über den
Grund unseres Glaubens an eine göttliche
Weigerung", die ihm den Vorwurf des Atheismus eintrug,
machte ihm den Aufenthalt jedoch unmöglich.
Fichte fand Aufnahme in Berlin und diente von da an dem
preußischen Staat. Hier hielt er seine "Reden an
die deutsche Nation" in denen er die Deutschen zu
sittlicher Erneuerung aufrief.
Gert Fröbe (* 25. 02.1913 in
Planitz/Zwickau, † 05.09.1988 in München),
Schauspieler.
Nach einer Lehre als Bühnenmaler am Dresdner
Stadttheater erhielt er eine Schauspielausbildung in
Dresden und später in Berlin. 1937 erhielt er sein
erstes Engagement an den Städtischen Bühnen
Wuppertal und wechselte im gleichen Jahr an das
Frankfurter Schauspielhaus. 1940 ging Fröbe ans
Wiener Volkstheater, 1947 ins Münchner "Simpl", wo
er gemeinsam mit Karl Valentin auf der Bühne
stand. Es folgten Auftritte in Frankfurt, München
und Hamburg. Neben seinen Auftritten im Theater spielte
er in über 100 Filmen mit.
Zu seinen bekanntesten Rollen gehören der James
Bond-Streifen "Goldfinger" (1964), wo er den Auric
Goldfinger spielte, Oberst von Holstein in "Die
tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten"
(1965), "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" (1960), "Der
grüne Bogenschütze" (1961) und "Räuber
Hotzenplotz" (1974).
Jürgen Hart (* 1942 in Treuen,
† 09.04.2002), Kabarettist.
Jürgen Hart zog nach Leipzig, um an der
Karl-Marx-Universität Diplomlehrer für
Deutsch und Musik zu studieren. Hier entstand dann 1966
das Studentenkabarett "academixer", das zunächst
als freie Gruppe auf Tournee ging. Hart arbeitete
einige Jahre als Lehrer und wurde dann Leiter der
"academixer". Er verfaßte um die 40
Kabarettprogramme, nahm Platten auf und verfaßte
Bücher, so z.B. "Die unernste Geschichte
Sachsens".
Im März 2002 wurde Hart mit dem sächsischen
Verdienstorden geehrt. Der Chef des Dresdner Kabaretts
"Herkuleskeule" - Wolfgang Schaller - sagte, von manch
einem Jahrhundertdichter kenne niemand mehr eine Zeile.
Von Jürgen Hart bleibe sein Sachsenlied, das zum Volkslied wurde.
Rolf Hoppe (*
06.12.1930 in Ellrich/Harz), Schauspieler.
Rolf Hoppe spielte seit 1963 in etwa 100 Filmen mit. In
den Indianerfilmen der späten 60-er war er meist
der Bösewicht, bei seinem dämonischen Lachen
läuft es einem kalt den Rücken herunter. Der
Wahl-Dresdener konnte aber auch sehr
liebenswürdige Rollen glaubhaft besetzen, z.B. den
"Hans Röckle".
Zu den bekanntesten Filmen, in denen er spielte,
gehören "Spur des Falken" (1968), "Daniel Druskat"
(1976), "Mephisto" (1981), "Sachsens Glanz und
Preußens Gloria" (1985) und "Friedrich Freiherr
von der Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone"
(2002).
Der "Pferdenarr" Rolf Hoppe ist mit einer Vielzahl an
Preisen ausgezeichnet worden, u.a. mit dem
Nationalpreis der DDR, dem Grimme- und dem
Lessing-Preis.
Erich Emil Kästner (*
23.02.1899 in Dresden, † 19.07.1974 in
München)
wurde nach dem Studium der Germanistik und
Theatergeschichte in Leipzig freischaffender
Schriftsteller und Publizist. 1925 Promotion zum Dr.
phil., 1928 Kinderbuch "Emil und die Detektive", 1931
"Pünktchen und Anton", 1933 "Der 35. Mai oder
Konrad reist in die Südsee" und "Das fliegende
Klassenzimmer", 1950 "Das doppelte Lottchen"
Während der Nazizeit als "verbrannter" Autor in
Deutschland geblieben, ließ er sich nach dem
Krieg in München nieder. 1951 wurde Kästner
Präsident des PEN-Zentrums (WEST).
In seiner Heimatstadt Dresden erinnert heute ein
Museum an
ihn.
Gotthold Ephraim Lessing
(* 22. 01. 1729 in Kamenz, † 15. 02. 1781 in
Braunschweig)
Literaturkritiker, Dichter und Philosoph
Nach dem Besuch der Kamenzer Stadtschule und
später der Fürstenschule in Meißen
studierte der Sohn eines Pastors Medizin und Theologie
in Leipzig. Danach arbeitete er als freier
Schriftsteller in Berlin für mehrere
Zeitungen.
Angeregt durch Verbindung zu verschiedenen
Theatergruppen schrieb er für diese seine ersten
Bühnenstücke.
Später wechselte er nach Breslau, wo er von 1760
bis 1765 als Sekretär beim General Tauentzien
arbeitete. 1767 erhielt er eine Anstellung am Deutschen
Nationaltheater in Hamburg und 1770 als Bibliothekar in
Wolfenbüttel.
Seine bekanntesten Werke sind: "Minna von Barnhelm"
(1767), "Laokoon oder über die Grenzen der Malerei
und Poesie" (1766) und "Nathan der Weise" (1779).
Martin Luther ( * 10.11.1483 in Eisleben,
† 18.02.1546 in Eisleben ), Reformator
Der Sohn eines Bergmannes und späteren Ratsherren
wuchs in Mansfeld auf. Er studierte von 1501 bis 1505
an der Universität Erfurt Philosophie. Gegen den
Willen seines Vaters trat Luther 1505 in Erfurt dem
Augustinerorden bei und wurde Mönch.
1512 wurde der Doktor der Theologie als Professor nach
Wittenberg gerufen. Er geriet immer mehr in Widerspruch
zur offiziellen katholischen Kirche. Diese
Mißstände, von denen der Ablaßhandel
nur einer war, prangerte er 1517 in seinen 95 Thesen
an.
Die katholische Kirche bezichtigte ihn darauf hin der
Ketzerei und drohte ihm 1520 den Kirchenbann an. Auf
dem Reichstag zu Worms 1521 wurde ihm letzmalig die
Gelegenheit gegeben, zu widerrufen. Da Luther ablehnte,
wurde am 8. Mai 1521 die Reichsacht über ihn
verhängt. Das "Wormser Edikt" verbot es jedermann
im gesamten Reich, Luther zu unterstützen oder zu
beherbergen, seine Schriften zu lesen oder zu
drucken.
Obwohl Luther freies Geleit nach Wittenberg zugesichert
bekam, ließ ihn Kurfürst Friedrich der Weise
auf dem Rückweg auf die Eisenacher Wartburg
entführen, um ihn vor den katholischen Truppen zu
schützen.
Als "Junker Jörg" übersetzte er auf die
Wartburg das Neue Testament ins Deutsche. Im Jahre 1522
konnte Luther nach Wittenberg zurückkehren, wo er
drei Jahre später die entlaufene Nonne Katharina
von Bora heiratete.
1534 beendete er die Übersetzung des Alten
Testamentes. Damit war die Lutherbibel geschaffen, die
bei den Protestanten bis heute verwendet wird.
... mehr zu Luther ...
Karl
May ( * 25.02. 1842 in Ernstthal/Sachsen,
† 30.03. 1912 in Dresden ),
1861 Anstellung als Lehrer bei den Fabrikschulen in
Altchemnitz (Sachsen).
1881-1887 freier Schriftsteller. Erste Erzählungen
wie "Reiseabenteuer in Kurdistan", "Die Todeskaravane"
oder "Stambul".
ab 1892 Reiserzählungen in höherer Auflage,
darunter auch der Romanzyklus "Durch die
Wüste".
1893-1910 "Winnetou". Ab 1895 wurden jährlich
über 60.000 Exemplare seiner Romane
verkauft.
In Radebeul gibt es heute ein
Karl-May-Museum.
Friederike Caroline Neuber ( * 08. 03. 1697
in Reichenbach im Vogtland, † 29. 11. 1760 in Laubegast bei Dresden)
Frederike Caroline Weißenborn zog mit ihrer Familie 1702 nach Zwickau. Als ihr Mutter 1705 starb,
war sie der Willkür des jähzornigen Vaters schutzlos ausgeliefert.
1712 floh sie mit einem Studenten der Rechte, mußte jedoch zum Vater zurückkehren, da sich herausstellte,
daß ihr Geliebter bereits verheiratet war.
1716
floh sie mit dem Zwickauer Lateinschüler Johann Neuber. Sie
schlossen sich einer Theatergruppe an und heirateten 1718 unter Anwesenheit des Braunschweiger Hofes.
1727 gründete sie eine eigene Truppe und lernte kurz darauf den Literaturprofessor der Leipziger
Universität, Johann Christoph Gottsched, kennen.
Beide verband das Ziel, ernsthaftes Theater auf die Bühne zu
bringen und die grobe volkstümliche Belustigungen durch Stücke zu
ersetzen, die der Erziehung der Menschen zum Guten dienten.
In einer Atmosphäre der Kleinstaaterei sollte durch eine
gemeinsame Hochsprache die geistige Einheit Deutschlands
herbeigeführt und ein Gefühl der kulturellen Gemeinsamkeit geschaffen werden.
1737 verbannte die Neuberin den Hanswurst als Symbol des Primitiven auf
offener Bühne, was großes Aufsehen erregte. Mit
der Uraufführung von Lessings Lustspiel
"Der junge Gelehrte", begründete die Neuberin die
Tradition des bürgerlichen Dramas.
Die schöne Schauspielerin war ein gefeierter Star,
erlebte aber dennoch schwere Enttäuschungen. Neider, auch aus ihrer eigenen Truppe, legten
ihr immer wieder Steine in den Weg. Sie mußte gegen
Auftrittsverbote kämpfen und hatte arge finanzielle Probleme.
Mit 63 Jahren starb sie einsam und bettelarm. Selbst ein
Begräbnis auf dem Friedhof verwehrte ihr die Kirche. Erst 1852
konnte ein Grabstein aufgestellt werden. Ihr Geburtshaus in Reichenbach ist heute das
Neuberin-Museum.
Friedrich Wilhelm Nietzsche ( * 15. 10. 1844
in Röcken bei Lützen, † 25. 08. 1900 in Weimar)
Philosoph und klassischer Philologe
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Schulpforta begann Nietzsche 1864 ein Studium der klassischen Philologie in Bonn. 1869 wurde er noch vor seiner Promotion und Habilitation zum außerordentlichen Professor für klassische Philologie an die Universität Basel berufen. Bereits im Jahre 1868 hatte Nietzsche in Leipzig Richard Wagner kennen gelernt. Nietzsche war er häufig Gast im Haus des von ihm zutiefst verehrten "Meisters" in Tribschen bei Luzern. Dieser schätzte ihn vor allem als Propagandist für die Gründung des Festspielhauses in Bayreuth.
Nachdem sein 1872 veröffentlichtes Werk "Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik" von seinen Kollegen abgelehnt wurde, wandte er sich verstärkt der Philosophie zu. 1879 musste er sich wegen seines schlechten Gesundheitszustandes frühzeitig pensionieren lassen.
1888 schrieb Nietzsche fünf Bücher; ab Herbst 1888 trugen seine Schriften und Briefe zunehmend Anzeichen von Größenwahn. Im Januar 1889 erlitt er in Turin einen geistigen Zusammenbruch. Die letzten elf Jahre seines Lebens verbrachte Nietzsche in geistiger Umnachtung zunächst in einer Irrenanstalt in Jena, dann bei seiner Mutter in Naumburg.
Nach dem Tod der Mutter 1897 lebte Nietzsche in der Villa Silberblick in Weimar, wo er von seiner Schwester gepflegt und wie ein Schaustück ausgestellt wurde. Er überstand mehrere Schlaganfälle, bevor er an den Folgen einer Lungenentzündung starb. Auf Wunsch der Schwester wurde er an der Röckener Dorfkirche neben seinem Vater beigesetzt.
Erich Ohser (e.o.plauen) ( * 18. 03. 1903
in Untergettengrün im Vogtland, † 5. 04.
1944 in Berlin)
Schöpfer der Bildgeschichten "Vater und Sohn".
Ohser war mit Erich
Kästner und Erich Knauf, deren politische
Anschauungen er teilte, eng befreundet. Von den Nazis
mit Berufsverbot belegt, konnte er nur unter Pseudonym
(e.o.plauen) publizieren. Durch einen Hausbewohner
denunziert, wurde er am 28. März 1944 gemeinsam
mit Knauf verhaftet. Am Vortage der Hauptverhandlung,
deren Ergebnis, das Todesurteil, eigentlich schon
feststand, wählte Ohser in seiner Zelle den
Freitod. In einem Abschiedsbrief nahm er alle Schuld
auf sich, um Knauf zu entlasten. Umsonst – Knauf
wird zum Tode verurteilt hingerichtet.
Matthäus Daniel
Pöppelmann (* 3. 05. 1662 in Herford,
† 17. 01. 1736 in Dresden)
Architekt des Dresdner Zwingers.
Pöppelmann war seit 1680 im Bauamt von Dresden
tätig und stand im Dienst des äußerst
kunstsinnigen und architektonisch gebildeten August des Starken. Seit 1685
leitete Pöppelmann den Wiederaufbau der 1685 von
einem Brand zerstörten Dresdener Neustadt und
entwarf Neubaupläne für das Dresdener
Schloß.
Ausgeführt wurde allerdings nur der als Zwinger
bezeichnete Teil (1711-22), ein Bau für
Hoffestlichkeiten der anläßlich der Hochzeit
des Kurprinzen errichtet wurde. Vor Baubeginn hatte der
Kurfürst Pöppelmann eine Reise nach Italien,
Prag und Wien ermöglicht, um ihn Anregungen
sammeln zu lassen.
Neben zahlreichen Wohnhäusern, die das Bild des
barocken Dresden prägten, schuf er Kirchenbauten
wie die Kirche in Dresden-Friedrichstadt (1728-30),
Schloß Pillnitz (1720) und das Jagdschloß
Moritzburg (1723-33).
Die Prinzen gegr. 1991
sind die wohl erfolgreichste sächsische Band. Die
Prinzen - das sind Wolfgang Lenk, Tobias Künzel,
Henri Schmidt, Sebastian Krumbiegel, Jens Sembdner,
Mathias Dietrich und Ali Zieme. Auf www.dieprinzen.de gibt's mehr.
Ludwig Renn (* 22. 04. 1889 in Dresden;
† 21. 07. 1979 in Berlin )
Ludwig Renn wurde als Arnold Friedrich Vieth von
Golßenau geboren. Sein Vater war
Mathematikprofessor und Erzieher am Dresdner Hof.
1910 Offizierslaufbahn im
1. Königlich-Sächsischen
Leibgrenadierregiment Nr. 100.
1914-1918 im Ersten Weltkrieg an der Westfront
1928 Beitritt zur Kommunistische Partei Deutschlands,
legte seinen Adelstitel ab und nannte sich Ludwig
Renn.
1932-1935 Untersuchungshaft, "Schutzhaft" ,
Zuchthaus
1936 Kommandeur des Thälmann-Bataillons und
Stabschef der XI. Internationalen Brigade im Spanischen
Bürgerkrieg
1940-46 Exil, 1947 Rückkehr nach Deutschland
ab 1952 freier Schriftsteller, militärhistorische
und politische Abhandlungen, Reise- und Lebensberichte
sowie Kinderbücher.
1928: "Krieg", 1930: "Nachkrieg", 1944: "Adel im
Untergang", 1955: "Der spanische Krieg"
Peter Schreier
(* 29.07.1935 in Meissen )
Mit 10 Jahren sang er unter der Leitung von Rudolf
Mauersberger, der seine Begabung schon frühzeitig
entdeckte, im Dresdener Kreuzchor. Später studierte
der Tenor an der Dresdener Musikhochschule. 1963 bekam
er einen Vertrag an der Berliner Staatsoper, 1966 sang
er an der Wiener Staatsoper und in Bayreuth. Es folgten
die Mailänder Scala, das Teatro Colon in Buenos
Aires, die New Yorker Metropolitan Opera.
Peter Schreier wurde in der DDR, in Bayern und
Österreich zum Kammersänger ernannt. Er ist
Nationalpreisträger der DDR, Träger des
Bundesverdienstkreuzes, erhielt u.a. die Wiener
Flötenuhr, den Georg-Philipp-Telemann-Preis und
den Preis der Europäischen Kirchenmusik.
Nicht erst seit Beendigung seiner Laufbahn als
Opernsänger im Jahre 2000, sondern schon seit den
70-er Jahren ist "der Dresdener mit Leib und Seele" als
Dirigent aktiv. ... mehr zu Peter Schreier
...
Heinrich Schütz (* 08.10.1585
in Köstritz, † 06.11.1672 in Dresden
)
Heinrich Schütz arbeitete nach einem abgebrochenen
Jurastudium und seiner musikalischen Ausbildung in
Venedig als Hoforganist in Kassel am Hofe von Landgraf
Moritz von Hessen. 1615 lud ihn der sächsische
Kurfürst Johann Georg I. als Hofkapellmeister nach
Dresden ein. Schütz brachte die Musik am Dresdner
Hof zu hohem Niveau und europäischer Geltung. Er
gilt als Schöpfer des deutschen Oratoriums und der
ersten deutschen Oper.
Clara Schumann geb. Wieck (*13.09.1819 in
Leipzig, † 20.05.1896 in Frankfurt/Main)
Pianistin
Gab schon mit 9 Jahren öffentliche Konzerte im
Leipziger Gewandhaus und war bald in ganz Europa
für ihr emotionales und einfühlsames Spiel
berühmt. 1837 Verlobung und 1840 Heirat mit Robert
Schumann, gebar ihm acht Kinder, ernährte mit
ihren Konzertreisen die Familie
1844-1850 Dresden, danach Düsseldorf
Nach dem Tod ihres Mannes 1856 nahm sie ihre Karriere
als Pianistin wieder auf. 1878 Leitung einer
Meisterklasse am Konservatorium in Frankfurt am Main.
Robert Schumann (*
08.06.1810 in Zwickau, † 29.07.1856 bei
Bonn)
Komponist
1840 heiratet er Clara Schumann geb. Wieck.
1840 Ehrendoktortitel an der Universität von
Jena.
1843 gründet Schumann das Leipziger
Musikkonservatorium, wo er auch unterrichtete
Schumann schrieb vier Sinfonien, mehrere
Ouvertüren, Lieder, Balladen und zahlreiche
Klavierstücke. Einen Höhepunkt in seinem
Schaffen stellen vor allem seine Klaviermusiken dar:
das Klavierkonzert a-Moll sowie die
"Phantasiestücke" und die "Kinderszenen" mit der
berühmten "Träumerei".
Gottfried Semper (* 29. November
1803 in Hamburg, † 15. Mai 1879 in Rom)
Architekt
1839-49 Professor für Baukunst an der Bauschule
der Kunstakademie in Dresden
Hier schuf er u.a. die Oper ("Semperoper" 1838-41
erbaut), die Synagoge und die Gemäldegalerie
(1847-50). Nach der Märzrevolution 1848
mußte er Deutschland verlassen, er ging nach
Paris, London, Zürich und Wien.
Richard Wagner (*
22.5.1813 Leipzig, † 13.2.1883 Venedig)
1831 Musikstudium an der Universität
Leipzig,
1834-42 unstetes Leben, teilweise in großer Not
in Magdeburg, Königsberg, Riga, Norwegen, London
,Paris
1842 triumphale Uraufführung des "Rienzi" in
Dresden legte den Grundstein zu seinem Ruhm.
1843 kgl. sächs. Hofkapellmeister
1849 Dresdner Maiaufstand auf der Seite der
Aufständischen und Flucht in die Schweiz .
1858 kurze Aufenthalte in Venedig, Luzern, Wien, Paris,
Biebrich (bei Wiesbaden), Berlin.
1864 errang er die Gunst des bayrischen Königs
Ludwig II., der seine Schulden bezahlte und ihn auch
weiterhin unterstützte.
1872 Bayreuth Grundsteinlegung für das
Festspielhaus, das 1876 eingeweiht wurde.
1882 zog Wagner zur Wiederherstellung seiner Gesundheit
nach Venedig, wo er 1883 starb.
Carl Maria
von Weber (* 20.12.1786 in Eutin bei Holstein,
† 05.06.1826 in London )
Komponist
Seine Opern "Euryanthe" und "Oberon" sind
weltberühmt und "Der Freischütz" zählt
zu den meistgespielten Opern Deutschlands.
1800 wandte er sich der Musik zu. Konzertreisen in die
Schweiz, nach Prag, Leipzig, Gotha, Weimar, Frankfurt,
Dresden, Nürnberg, Bamberg und nach Berlin.
1813 Operndirektor des Ständetheaters Prag
1816 Musikdirektor der Deutschen Oper in Dresden
1826 in London gestorben
1844 auf die Iniative Richard Wagners in Dresden,
seiner “Heimat” beigesetzt.