Und sin de Goffer noch so schwer, und sin se voll, de
Züche,
und isses Essen nich weit her: Des gennt er zur
Genüche!
Der Sachse dud nich gnietschen, der Sachse singt 'n
Liedschen!
Sing, mei Sachse, sing! Es ist en eichen Ding.
Und ooch a düchtches Glück um d'n Zauber der
Musik.
Schon des gleenste Lied, des leecht sich off's Gemüt.
Und macht dich oochenblicklich
- Zufrieden,
- Ruhig
- Und glücklich!
Der Sachse liebt den satten Saund, den Ton, wenn Geichen
röhren.
Ob Opernhaus, ob Untergraund: Er strahlt, das muß er
hören!
Und schluchzt der Geichenbogen, denn gricht er feuchte
Oochen.
Der Sachse schmilzt eb'n leicht dahin off des Gesanges
Fliecheln.
Doch eh' die Träne tropfen kinn, da weeß er sich zu
ziecheln!
Der Sachse dud nich wein'n, der Sachse stimmt mit ein!
Sing, mei Sachse, sing . . . .
Der Sachse is der Welt bekannt als braver Erdenbircher,
und fährt er ringsum durch es Land, dann macht er geenen
Ärcher.
Dann braucht er seine Ruhe und ausgelatschte Schuhe.
Doch gommt der Sachse nach Berlin, da gönn' se ihn nich
leiden.
Da wolln s'ihm eene drieberziehn, da wolln se mit ihm
streiten!
Und dud ma'n ooch verscheißern, sein Liedschen singt er
eisern!
Sing, mei Sachse, sing . . . .
Text: Jürgen Hart (1942-2002)