Wappen und Hymne
Das Wappen

Das Wappen zeigt die schwarzen und goldenen Balken des
Stammwappens der Askanier, eines niedersächsischen
Fürstengeschlechtes, die diesem seit dem Jahre 1261 zur
Unterscheidung vom Wappen des (nieder-)sächsischen
Herzogtums einen Blätterzweig auflegten. Dieser wurde im
Laufe der Zeit zum heutigen Rautenkranz umgewandelt. Als der
letzte Askanier 1422 starb, verlieh der deutsche Kaiser Sigismund
die frei gewordene Kur Sachsen zusammen mit dem Herzogtum an den
Markgrafen
Friedrich den
Streitbaren von Meißen. Zusammen mit der Kur (dem
Recht, als einer von sieben Fürsten den deutschen Kaiser zu
wählen) ging damit auch das Wappen auf die Wettiner
über.
Die weiß-grüne Flagge wurde 1815 eingeführt und
spiegelte die grün-weißenen Kokarden der
sächsischen Armee wider. In einer Verfügung Friedrich
Augusts I. vom 22. Mai 1815 war festgelegt worden, die bisher
weiße Kokarde der sächsischen Truppe mit einem breiten
grünen Rand zu umgeben, um so Verwechslungen mit anderen
Truppen auszuschließen. Bei seiner Rückkehr vom Wiener
Kongreß in die Heimat wurde der König von der
Bevölkerung mit weiß-grünen Schleifen
begrüßt. Das gefiel dem König und damit standen
die neuen Landesfarben fest.
Die Hymne
Eine offizielle
Hymne haben die
Sachsen nicht.
Eine inoffizielle gibt es schon seit DDR-Zeiten. Sie heißt
"Sing, mei Sachse, sing" und stammt
von
Jürgen
Hart.
Als wir Sachsen noch einen König hatten (ob das so gut war, weiß ich nicht),
hatten wir auch eine Hymne,
"Gott segne Sachsenland".
Den Text hat Siegfried August Mahlmann (1771-1826) im Jahre 1815 geschrieben.
Nach dem Tode von
König Friedrich August II.
im Jahre 1854 wurde die zweite Strophe umgeschrieben. Die Melodie entspricht
der englischen Nationalhymne "God save our gracious Queen" von Henry Carey (1663-1747).
Es gibt auch noch eine
Sachsenhymne
und ein
Sachsenlied. Wer diese Lieder
gedichtet und komponiert hat, entzieht sich meiner Kenntnis.