Ernst (* 24. 3. 1441, †
26. 8. 1486 in Colditz),
regierte gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht dem Beherzten,
bis er 1485 die Teilung des wettinischen Besitzes
veranlasste. In der Leipziger
Teilung erhielt er das mit der Kurwürde
verknüpfte Gebiet um Wittenberg, den
südthüringischen Teil, das Vogtland und Teile
des Pleißnerlandes.
Als Residenz wählte er Wittenberg. Er sorgte
für die Wohlfahrt des Landes und führte die
Landständische Verfassung ein, in welcher die
Stände Mitsprache in den Städten erhielten.
Ein Jahr nach der Teilung starb Kurfürst Ernst mit
46 Jahren an den Folgen eines Sturzes vom Pferd.
Friedrich III. der Weise
(* 17. 1. 1463 in Torgau, † 25. Mai 1525 in Lochau bei Torgau),
gründete 1502 die Universität
Wittenberg, an der Martin Luther
lehrte. Obwohl er selbst treuer Katholik war, schützte Friedrich III. den
Reformator Luther, als dieser, vom Papst gebannt, der Reichsacht verfallen war.
Da Friedrich dem freien Geleit nicht traute, das der Kaiser auf dem Wormser
Reichstag zugesagt hatte, ließ er Luther entführen und brachte ihn
als" Junker Jörg" auf die Wartburg in Sicherheit.
Damit rettete er die Reformation, die, von Sachsen ausgehend, weite Teile des
Reiches und Europas erfaßte. Friedrich III. selbst sperrte sich lange
gegen die neue Lehre, und bekannte sich erst auf dem Sterbebett zur Reformation.
Johann der Beständige
(* 1468, † 16.08.1532 auf Schloß
Schweinitz),
folgte seinem Bruder in der Herrschaft. Wie sein
Beiname verrät, nahm er gegenüber der
Reformation die gleiche Haltung wie sein Bruder ein.
1527 wurde die Evangelisch-Lutherische Landeskirche
gegründet, deren "oberster Bischof" der
Kurfürst war. Der 1530 zur Verteidigung der
Reformation gegründete Schmalkaldensche Bund der
evangelischen Reichsstände stand unter
Führung Kursachsens und Hessens. Nach seinem Tod
wurde Johann, wie sein Bruder Friedrich, in der
Schloßkirche zu Wittenberg beigesetzt.
Johann Friedrich der
Großmütige (* 1503, † 03.03.1554
in Weimar),
förderte die Reformation, wie vor ihm schon sein
Onkel und Vater. Im Schmalkaldenschen Krieg stand er an
der Spitze der Reformierten. Von seinem Vetter Moritz verraten, wurde er
am 24.April 1547 von der Übermacht der
kaiserlichen Truppen auf der Lochauer Heide
gefangengenommen. Das ursprünglich ausgesprochene
Todesurteil wurde nach Fürbitte
einflußreicher Fürsten (u.a. auch Moritz) in
lebenslanges Gefängnis umgewandelt. Nach fünf
Jahren Gefangenschaft entlassen, verlor jedoch die
Kurwürde und alle seine Länder. (Später
bekamen seine Söhne einen Großteil der
Ländereien zurück.)