Friedrich August III. der
Gerechte
(König Friedrich August I., * 23.12.1750 in
Dresden, † 05.05.1827 in Dresden),
Der Geist der Französischen Revolution
führte zum kursächsischen Bauernaufstand von
1790, der nur mit Einsatz des Heeres gewaltsam
unterdrückt werden konnte. Sachsen beteiligte sich
am sogenannten Reichskrieg gegen die Französische
Republik bis 1796. Noch 1806 mit Preußen bei Jena
gegen die siegreichen napoleonischen Truppen fechtend,
trat Friedrich August III. auf die Seite Napoleons,
schloß sich dem Rheinbund an und erhielt
dafür 1806 die Königswürde.
Sachsen stellte sich im nationalen Befreiungskampf gegen die
napoleonische Fremdherrschaft nicht auf die Seite
Rußlands und Preußens, sondern verblieb mit
der sächsischen Armee bis zur Leipziger
Völkerschlacht 1813 bei Napoleon. Das hatte nach
den vom Wiener Kongreß 1815 ausgehandelten
Friedensbestimmungen die Abtretung von etwa zwei
Dritteln des Territoriums an Preußen zur
Folge.
Anton der Gütige
(* 27.12.1755, † 06.06.1836 in Pillnitz bei
Dresden),
Durch die in seiner Regierungszeit für die
Bürger spürbaren Verbesserungen erhielt er
den Beinamen "der Gütige".
Der Beitritt Sachsens zum deutschen Zollverein 1833
ließ Handel, Industrie und Verkehr weiter
aufblühen. Im Gefolge der Pariser Julirevolution
kam es in Leipzig und Dresden zu Unruhen, in deren
Ergebnis der König einer Verfassung mit den
Ständen zustimmte.
Friedrich August II.
(* 18.05.1797 in Pillnitz, † 9.08.1854 in
Brennbüchel in Tirol),
Friedrich August war Offizier in den
Befreiungskriegen, zeigte aber sonst für das
Militärische kaum Interesse.
Politische Fragen löste Friedrich August II. aus
reinem Pflichtgefühl. Meist berief er sich auf
seine Minister. 1836 übernahm er die Regierung
ohne seinen Onkel Anton, mit dem er bereits seit 1831
die Geschicke des Landes geleitetet hatte. Als ein
ausgesprochen liebenswerter und intelligenter Mann war
er schnell beim Volk beliebt. Die Städteordnung
vom 2. Februar 1832 brachte den Städten die freie
Selbstverwaltung. Vom Frondienst und der
Erbuntertänigkeit befreite die Bauern das Edikt
vom 17. März 1832. Eine einheitliche
Rechtssprechung für Sachsen schuf das
Strafgesetzbuch von 1836.
Während der revolutionären Ereignisse
1848/49 berief er liberale Minister in die Regierung,
hob die Zensur auf und erließ ein liberales
Wahlgesetz. Später änderte sich seine
Haltung. Am 28. April löste Friedrich August II.
das Parlament auf.
Johann (* 12.12.1801,
† 29.10.1873 in Pillnitz),
setzte sich unter Einfluß seines Ministers Beust
für die grossdeutsche Loesung der Reichseinigung
(unter Einschluß Österreichs) ein. Sachsen
kämpfte 1866 im
Österreichisch-Preußischen Krieg an der
Seite Österreichs. Nach der Niederlage von
Koeniggraetz trat Sachsen schließlich dem
Norddeutschen Bund und 1871 dem deutschen Kaiserreich
preußischer Prägung bei. Neben seiner
politischen Arbeit beschäftigte Johann sich mit
Literatur. Unter dem Pseudonym Philateles
übersetzte er Dantes "Göttliche Komödie".
Albert (* 23.04.1828 in
Dresden, † 19.06.1902 in Sibyllenort bei
Breslau),
führte die Einordnung Sachsens in das von Preußen geführte Reich fort.
Militärisch in allen Waffengattungen ausgebildet, führte er in den Kriegen 1866 und 1870 die sächsischen Truppen an und wurde 1871 der erste sächsische Generalfeldmarschall des Deutschen Reiches. Sachsen war unter seiner Regierung ein Musterland der konstitutionellen Monarchie.
Georg
(* 08.08.1832 Dresden; † 15.10.1904 Pillnitz),
folgte im Alter von 70 Jahren seinem Bruder Albert auf
den Thron. Seine Regierungszeit dauerte jedoch nur zwei
Jahre.
Friedrich August III.
(* 25.05.1865, † 18.02.1932 in Sybillenort),
war dem Militärischen sehr verbunden. 1913 weihte
er das Leipziger Völkerschlachtdenkmal ein.
Während seiner Regierung sorgte er sich um das
Gleichgewicht der Kräfte zwischen Tradition und
Fortschritt. Der letzte sächsische König
dankte im Ergebnis der Novemberrevolution am 13.11.1918
ab, angeblich mit den Worten "Macht doch euer'n Dreck
aleene!".