Friedrich IV. der Streitbare (* 11.04.
1370, † 04.01.1428 in Altenburg),
Der Sohn Friedrichs III. regierte nach dem Tod seines
Onkels Wilhelm I. 1407 die Mark Meißen gemeinsam
mit seinem Bruder Wilhelm II. sowie seinem Cousin
Friedrich dem Friedfertigen (Sohn Balthasars). Nach
Landesteilungen 1410 und 1415 erhielt er die Mark
Meißen zur Alleinherrschaft. An der Seite des
Königs nahm er 1420 an den Hussitenkriegen teil
und wurde am 6.Januar 1423 mit dem Herzogtum
Sachsen-Wittenberg und der Pfalzgrafschaft Sachsen
belohnt. Damit stieg Friedrich IV., der sich jetzt
Friedrich I. nannte, zum Herzog und Kurfürsten
auf. Nach dem Tod seines Bruders Wilhelm wurde
Friedrich Herrscher über den gesamten wettinischen
Besitz außer Thüringen. Als Friedrich 1428
starb, wurde er als erster Wettiner in der
Meißener Domkapelle beigesetzt.
Friedrich II. der
Sanftmütige (* 22.08.1412 in Leipzig, † 07.09.1464 in
Leipzig),
übernahm gemeinsam mit seinen Brüdern
Wilhelm III., Heinrich und Sigismund die Regierung.
1433 schlossen die Wettiner endlich Frieden mit den
Hussiten.
Die Zusammenkunft der Stände 1438 gilt als der
erste Landtag Sachsens. Sie erhielten das Recht, sich
bei Neuerungen im Steuerwesen auch ohne Einberufung
durch den Herrscher zusammenzufinden. Ab 1466
mußten sie auch bei Entscheidungen über
Krieg und Frieden gehört werden.
Mit dem Tod Friedrichs des Friedfertigen 1440 kam
Thüringen wieder zum Kurfürstentum. Nachdem
Heinrich und Sigismund als Mitregenten ausgeschieden
waren, teilten Friedrich und Wilhelm den Besitz auf. In
der Altenburger Teilung 1445 erhielt Wilhelm III. den
thüringischen und fränkischen Teil, Friedrich
den Ostteil des Kurfürstentums. Die Bergwerke
blieben gemeinsamer Besitz. Streitigkeiten über
die Verteilung führten jedoch 1446 zum
Sächsischen Bruderkrieg, der erst am 27. Januar
1451 mit dem Frieden von Naumburg ein Ende fand.
Nach dem Tod Friedrichs II. 1464 übernahmen seine beiden Söhne, Ernst und Albrecht, zunächst gemeinsam die Regierung. Nachdem 1482 Herzog Wilhelm III. starb, fiel Thüringen an das Kurfürstentum Sachsen zurück.
Es kam jedoch am 26.08.1485 zur Leipziger Teilung,
dem wohl schwersten politischen Fehler der Wettiner. Durch diese Teilung
versank Sachsen später in der politischen
Bedeutungslosigkeit und Brandenburg-Preußen
konnte zur Großmacht aufsteigen.
