Heinrich I. von
Eilenburg (* 1070, † 1103)
wurde durch König Heinrich IV. in Regensburg mit
der Mark Meißen belehnt. Er und später sein
Sohn Heinrich II. förderte in der 2. Etappe der
Ostexpansion die Kolonisation der Mark durch
fränkische und niederländische Bauern.
Heinrich II. von
Eilenburg (* 1103, † September/Oktober 1123)
Heinrich II. übernahm die Mark von seinem
gestorbenen Vater. Bis 1117 stand er jedoch unter der
Vormundschaft seiner Mutter. 1123 wurde er
vergiftet.
Konrad der Große (* 1098,
† 15.02.1157 in Petersberg)
erhielt seinen Beinamen für sein politisches
Gewicht und die unter seiner Herrschaft erreichte
erhebliche Vergrößerung des
Machtbereiches.
Er übernahm die Mark Meißen 1123 von seinem
ermordeten Vetter Heinrich II.
Der Kaiser Heinrich V. belehnt jedoch Graf Wieprecht
von Groitzsch mit der Mark Meißen, worauf sich
Konrad mit einigen Fürsten - u.a. Lothar von
Supplinburg, dem späteren König (1125) und
Kaiser (1133) - verbündete und die Mark
Meißen eroberte. 1125 erfolgte die
Bestätigung als erbliches Lehen durch König
Lothar. Durch sein gutes Verhältnis zum König
erreichte Konrad bedeutende Vergrößerungen
seines Herrschaftsgebietes.
1156 teilte Konrad sein Land unter seine fünf
Söhne auf und verbrachte seinen Lebensabend im
Kloster. Sohn Otto erhielt die Mark
Meißen.
Otto der Reiche
(* 1125, † 18.02.1190)
Unter Otto erreichte die Kolonialisation ihren
Höhepunkt. 1165 wurde Leipzig das Stadtrecht
verliehen. Die Silberfunde 1168 im Gebiet des
späteren Freiberg legten den Grundstein für
den Reichtum der Mark Meißen.
Albrecht der Stolze
(* 1158, † 24.06.1195 in Krummenhennersdorf)
nahm 1188 seinen Vater gefangen, da er sich in der
Erbfolge gegenüber seinem jüngeren Bruder
Dietrich übergangen fühlte. Erst nach dem
Einschreiten des Kaisers ließ er seinen Vater
wieder frei. Seine 1190 nach dem Tod des Vaters
angetretene Herrschaft war gekennzeichnet durch
ständige Streitereien mit dem Bruder. Albrecht
stellte sich auch offen gegen den Kaiser Heinrich VI.
und starb schließlich 1195 durch Gift.
Dietrich der Bedrängte
(* 1162, † 17.02.1221)
Kaiser Heinrich VI. zog nach dem Tod Albrechts die
Mark Meißen als Reichslehen ein und ließ
sie von Altenburg aus verwalten. Die Nachricht vom Tod
des Kaisers 1197 erreichte Dietrich im Heiligen Land,
wo er an der Gründung des Deutschen Ritterordens
teilnahm. Er eilte sofort nach Hause und erkämpfte
die Herrschaft der Mark Meißen. Unterstützt
wurde er dabei durch die Städte der Mark und
Landgraf Hermann von Thüringen. 1199 wurde er
offiziell durch König Philipp von Schwaben mit der
Mark Meißen belehnt.
Dietrich machte sich durch
den Aufbau einer straffen Verwaltung, die Gründung
von Städten (u.a. Dresden) und den Ausbau der Verkehrswege
verdient. 1221 starb auch er durch Gift.